17.06.2017 Lilienthal Von: Monika Ruddek
Zweiter Lilienthaler Kirchentag mit Open-Air-Gottesdienst

Laudate omnes gentes

Es waren die Predigten, Gebete, der Gesang des Bachchors, des Gospelchors und die Töne des Blasorchesters Lilienthal, die den Amtsgarten und die Gemüter erhellten.

Mit der Gründung der Lilienthaler Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, kurz ACK genannt, wurden am Freitag, den 9. Juni, die Weichen für die Lilienthaler Ökumene nun noch mehr in Richtung Zusammenarbeit gestellt. Eine Satzung regelt ab sofort auch offiziell die Art und Weise der Zusammenarbeit der vier Mitglieder. Diese sind die Katholische Kirche Guter Hirt in Lilienthal, die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lilienthal, die Evangelisch Lutherische Martinsgemeinde Lilienthal und die Evangelisch-Freikirchliche Philippusgemeinde Lilienthal. „Eigentlich ist alles wie vorher. Wir haben jetzt aber eine Satzung, die unsere gemeinsame Arbeit regelt", so Pastor Wildrik Piper von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde.

Am Sonntag traf man sich zum Abschluss des zweiten Lilienthaler Kirchentages im Amtsgarten zum Open Air Gottesdienst wieder. „Es ist einfach schön, mit euch gemeinsam hier zusammen zu sein", straffte Wildrik Piper mit seinen Worten nochmals das Band der Ökumene, die das Ziel haben, „miteinander zu reden, sich mit der Zeit zu verstehen und voneinander zu lernen." „Wir sind ein Teil der weltweiten Ökumene und sind Geschwister im Glauben", bekräftigte die Vertreterin der katholischen Gemeinde, Stephanie von Spee die Gemeinschaftlichkeit.

Pastor Carsten Mues lobte den Gospelchor, der sich einen Tag zuvor formiert hatte und nach nur sechs Stunden Probenzeit ein beachtliches Repertoire an harmonisch vorgetragenen Liedern bereithielt. Carsten Mues ging in seiner Andacht auf das Leben als Christ ein und dass Christ sein auch bedeute, „die Worte von Jesus zu hören und sie zu leben", auch wenn dies möglicherweise eine Veränderung im Leben bedeuten könne. „Wenn Menschen ihr Leben verändern, dann hatten sie eine Begegnung mit Jesus", so Pastor Mues. „Das Schöne daran, Christ zu sein ist, dass man sich vor Gott nicht fürchten muss. Gott ist uns nahegekommen, Gott ist in der Welt".

Mit dem Lied „Oh Happy Day" endete der Open Air Gottesdienst im Amtsgarten. Die zwei Stunden spürbarer Verbundenheit gingen zwar zu Ende, jedoch nahm mit Sicherheit jeder Besucher dieses letzten Tages des zweiten Kirchentages etwas Eigenes aus den drei Aktionstagen mit nach Hause. „Bleiben Sie berührt und berührbar", diese Worte von Wildrik Piper klangen noch länger an diesem Tag nach.