17.06.2017 Selsingen Von: Monika Hahn
Verwaltungsausschuss nimmt Vorschläge zum „Eckerkamp“ an

Baugebiet nimmt weitere Hürde

In der vierten Selsinger Gemeinderatssitzung wurden die Verkaufspreise der 25 Grundstücke des zukünftigen Baugebiets „Eckerkamp“ verabschiedet.

Gegenüber vorauslautender Veröffentlichungen hat sich im Zuge der Kalkulation der Erschließungsbeiträge gezeigt, dass ein weiteres Gebiet in die Berechnungen einfließen musste und dass ein Lärmschutzwall gebaut werden muss. Aufgrund der neuen Berechnungen hat sich der vom Verwaltungsausschuss vorgeschlagene Verkaufspreis um rund zwei Euro pro Quadratmeter erhöht. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag zu, die Grundstücke zu einem abgerundeten Preis von 58 Euro pro Quadratmeter an die Interessenten zu verkaufen.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Baugrund in Selsingen entschloss sich die Gemeinde bereits im April dazu, eine Vergabeordnung für die Baugrundstücke festzulegen. Die nun beschlossene Vergabeordnung teilt die Interessenten in drei Kategorien ein. Die Vergabeordnung hat erstens zum Ziel, dass vorrangig Selsinger Bürger ohne eigenes Wohneigentum im Eckerkamp ihr Eigenheim errichten können. Wer bereits bei der Vergabe vergangener Bauplätze ein Angebot erhalten und abgelehnt hat, wird in diesen priorisierten Personenkreis nicht aufgenommen. In der zweiten Kategorie werden diejenigen Interessenten eingeordnet, die ohne eigenes Wohneigentum sind und in der Samtgemeinde Selsingen wohnhaft sind. Alle übrigen Interessenten werden in der dritten Kategorie zusammengefasst.

Alle Interessenten werden in einer Vormerkliste geführt, die nach den Sommerferien eröffnet werden soll (ein genauer Termin wurde noch nicht benannt). Wer sich innerhalb der ersten beiden Tage in die Vormerkliste eintragen lässt, bekommt ein Los. Diese Lose dienen später dazu, eine Reihenfolge für die Vergabe der 25 Grundstücke zu finden. Anhand der Losnummer (z. B. eine aus dem Zahlenkreis von 1-200) wird kein Interessent sehen können, als wievielter er oder sie eines der dann noch freien Grundstücke wird wählen können.

Im Bericht des Gemeindedirektors Gerhard Kahrs wurden weitere wichtige Themen der Gemeinde angeschnitten. Zuletzt hatte ein Pressebericht zum Thema Windpark in Granstedt für Unmut im Gemeinderat gesorgt. Bürgermeister Reinhard Aufderkamp resümierte, der Bericht habe den Eindruck erweckt, die Gemeinde sei froh darüber, dass die ehemaligen Vorrangflächen für einen Windpark nun nicht mehr im Raumordnungsplan enthalten seien. Dies wies er entschieden zurück. „Wir sind bereit unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten und wollen keine Verweigerungshaltung angedichtet bekommen." Man habe damals seitens der Gemeinde lediglich geäußert, dass auch alle umwelt- und naturschutzrechtlichen Aspekte gründlich zu beleuchten seien, bevor das Gebiet bei Granstedt für zukünftige Windparks in den Raumordnungsplan aufgenommen werden könne.