01.09.2017 Lamstedt Von: Heino Schiefelbein
Festakt zum 25jährigen Partnerschaftsvertrag

Vorsätze haben sich erfüllt

Diese Erklärung wurde am 6. Juni 1992 von Samtgemeindebürgermeister Klaus Wiesen und Bürgermeister Adam Golen unterzeichnet.

Ein Vierteljahrhundert später stellten beide Seiten fest: unsere Vorsätze haben sich im Grundsatz erfüllt. Ein Festakt im Sonntag in der Bördehalle stand im Mittelpunkt der Feiern zum 25jährigen Partnerschaftsjubiläum. Samtgemeindebürgermeister Holger Meyer begrüßte neben den Vertretern aus der örtlichen Kommunalpolitik sowie der Vereine und Institutionen eine 17-köpfige Delegation aus der Ostseestadt mit Bürgermeister Roman Kuzel an der Spitze.

„Unsere Partnerschaft wird von Herzen gelebt", stellte der Börde-Verwaltungschef erfreut fest. „Dabei ist sie auf viele Schultern verteilt." Er erinnerte an die Kontakte der Basketballspierinnen des TSV Lamstedt und der Brandschützer aus beiden Kommunen. Darüber hinaus finde in den Sommerferien ein regelmäßiger Jugendaustausch statt. Daneben gebe es einen stetigen Austausch von Ideen auf Verwaltungs- und politischer Ebene.

„Viele neue Persönlichkeiten bringen sich immer wieder in die Partnerschaft mit ein und festigen somit die langjährige Freundschaft", ergänzte der Samtgemeinderatsvorsitzende Manfred Knust.

„Das Jubiläum ist eine einzigartiger Moment ist unserer Partnerschaft und Freundschaft", so Bürgermeister Roman Kuzel. Er verwies auf zwei Komponenten, die besonders zur Partnerschaftsbegründung beigetragen hätten: Zum einen die Öffnung der Bundesrepublik in Richtung Osten nach dem Sturz des Kommunismus. Zum anderen die Beschäftigung des polnischen Ingenieurs Ryszard Wzorek beim Bau des Funkturmes im Lamstedter Ortsteil Rahden. Er nahm den ersten Kontakt mit der heutigen Partnergemeinde auf. „Ich freue mich über die 25 Jahre intensive Zusammenarbeit, in denen zahlreiche Kontakte geknüpft wurden. Es gab eine lebendige Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen."

Die stellvertretende Landrätin Sabine van Gemmeren zeigte sich als sprachgewandt und begrüßte die Gäste aus Wladyslawowo auf deutsch und auf polnisch. Sie bezeichnete die 25-jährige Partnerschaft als eine großartige Leistung beider Gemeinden. Die Partnerschaft sei nicht nur aufgebaut, sondern auch weiter entwickelt worden. „Hier treffen sich Menschen aus beiden Kommunen, um sich kennenzulernen, Freundschaft zu vertiefen, Gemeinsamkeiten zu entwickeln und damit zum Frieden beizutragen." Das sei das, war unsere Welt heute brauche.

An die Anfänge erinnerte Ehrensamtgemeindebürgermeister Klaus Wiesen. „Die Partnerschaft war nicht unumstritten. Damals gab es Kritiker auf beiden Seiten." Er sei froh, dass sich immer wieder Menschen bereitgefunden hätten, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen.

Im Rahmen des Festaktes hatten die polnischen Gäste die Gelegenheit, mit den Tänzen der Volkstanz- und Trachtengruppe örtliches Brauchtum kennen zu lernen. Die Trachtenträger servierten außerdem eine kräftige Hochzeitssuppe nach Börde-Art und dazu das Nationalgetränk, den „Katt’n Köm". Für die Zukunft der Börde standen die Schülerinnen und Schüler der Grundschule. Sie überraschten die Gäste mit einem herzlichen Willkommen in ihrer Landessprache und erfreuten alle mit erfrischenden Liedern und Tänzen.

Im Zuge des viertägigen Besuches informierten sich die polnischen Gäste über die Infrastruktur der Samtgemeinde. Abstecher nach Bremerhaven und Cuxhaven standen ebenfalls auf dem Programm.