09.02.2018 Osterholz-Scharmbeck Von: Ulrich Evers
Sparkasse Rotenburg Osterholz stellt Jahresergebnisse für 2017 vor

Geräuschlos und effizient

Nach der vollzogenen Fusion blickt der Vorstand der Sparkasse Rotenburg-Osterholz zufrieden auf das Geschäftsjahr 2017 zurück.

„Die Entscheidung zur Fusion kam aus beiden Kreistagen, sowohl Osterholz, als auch Rotenburg. Wir waren fremdgesteuert", gesteht Vorstandsvorsitzender Reinhard Krüger. Beeindruckt zeigt er sich ebenso wie seine Vorstandskollegen Ulrich Messerschmidt, Stefan Kalt und Thorben Prenntzell von der professionellen Umsetzung in den Reihen der beiden Sparkassenteams. „Das war schon sehr anspruchsvoll und eine große Belastung für die Mitarbeiter, da alles in einem sehr engen Zeitplan für die Fusion umgesetzt werden musste", so Krüger weiter.

„So eine Fusion schüttelt man nicht mal eben aus dem Ärmel, und es war unser Anspruch, dass unser Geschäft nicht darunter leidet", sagt Ulrich Messerschmidt. Die Kunden sollen seinen Worten nach die Fusion, wenn überhaupt, dann nur positiv bemerken.

Gründe für die vollzogene Zusammenlegung beider Häuser waren neben der anhalten Niedrigzinsphase und der Digitalisierung vor allem auch eine sich stetig verschärfende Regulatorik und ihre Auswirkungen auf die Sach- und Personalkosten. Vor allem sollen die bestehenden und sich ergänzenden Strukturen und Kompetenzen der Einzelhäuser ausgenutzt und gebündelt werden. Unter dem Strich sollen sich Einsparungen von rund zehn Millionen Euro jährlich ergeben, jeweils zur Hälfte aus Einsparungen und durch höhere Geschäftsumsätze generiert.

Betriebs- oder fusionsbedingte Kündigungen schließt Vorstandsvorsitzender Reinhard Krüger auf absehbare Zeit weiterhin aus. „Die Fusion erfolgte natürlich auch in enger Abstimmung mit der Mitarbeitervertretung", ergänzt dazu Ulrich Messerschmidt. „Sie ist geräuschlos und effizient abgelaufen."

Im September diesen Jahres steht dann noch die technische Fusion der beiden Sparkassen an. Darüber wird die Sparkasse Rotenburg-Osterholz ihre Kunden aber noch zeitnah detailliert informieren.

Mit dem Geschäftsverlauf 2017 zeigt sich der Vorstand der Sparkasse Rotenburg-Osterholz zufrieden. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 beläuft sich auf 1,24 Milliarden Euro im Bereich der ehemaligen Kreissparkasse Osterholz und rund 1,7 Milliarden im Bereich der KSK Rotenburg.

Im Wohnungsbaukreditgeschäft wurden Kreditzusagen in Höhe von rund 184 Millionen Euro gegeben. Weitere 160 Millionen Euro gingen als Zusage an Unternehmen und Selbstständige.

2017 konnte die Sparkasse ihre Kundeneinlagen um fast 90 Millionen Euro auf 2,36 Milliarden Euro steigern. Hierbei sorgt das unveränderte Zinsniveau dafür, dass auch der Trend zur kurzfristigen Geldanlage ungebrochen ist.

Bei vielen Kunden herrscht durch die Nullzinspolitik nach wie vor eine gewisse Verunsicherung. „Wir können die Kunden nur beraten, intensiv mit ihnen darüber sprechen, was ihre Ziele sind und Alternativen suchen, die zu den Kunden passen", sagt Vorstandsmitglied Stefan Kalt. Dafür hält die Sparkasse Rotenburg-Osterholz einen hochqualifizierten Stamm von 747 Mitarbeitern in 25 Geschäftsstellen vor. Rund 370.000 Euro hat sich die Sparkasse Rotenburg-Osterholz im abgelaufenen Geschäftsjahr die Fortbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kosten lassen. „Ihre qualifizierte Beratung ist für viele Kunden neben unserer regionalen Präsenz ein ausschlaggebendes Argument, sich für uns zu entscheiden", betont Ulrich Messerschmidt.

Nach wie vor engagiert sich die Sparkasse Rotenburg-Osterholz stark in der Region. 2017 förderte sie direkt oder über ihre Stiftungen 168 Einzelmaßnahmen mit einem Fördervolumen von fast 200.000 Euro. Dazu kommen 111 Projekte, die mit etwa 140.000 Euro Zuwendungen aus dem so genannten PS-Reinertrag, der durch eine Lotterie zusammenkommt, erhielten.

Doch die Sparkasse Rotenburg-Osterholz will ihr Engagement noch weiter vergrößern: „Wir wollen in unserem Geschäftsgebiet bis zu 500.000 Euro Fördermittel ausschütten", kündigt Ulrich Messerschmidt an. Damit gehöre man zu den größten nicht kommunalen Förderern von Kunst, Sport, Jugend und Bildung.

Unter dem Motto „Gemeinsam #AllemGewachsen" will die Sparkasse Rotenburg-Osterholz Projekte mit bis zu 20.000 Euro fördern. Die Summe wird auf vier Gewinnerprojekte mit je 2.500 Euro aufgeteilt. Über die Vergabe der restlichen 10.000 Euro kann jeder mit abstimmen, der auf Facebook aktiv ist. Hier sollen Projektideen präsentiert und zur Abstimmung gebracht werden. Das ist nur ein Beispiel, wie die Sparkasse Rotenburg-Osterholz ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken momentan ausbaut. Wer sich für die Förderprojekte interessiert oder einen Förderantrag stellen möchte, findet weitere Informationen unter www.gemeinsam-ideen-verwirklichen.de. Bewerbungsschluss für diese Aktion ist der 30. April 2018.