09.02.2018 Osterholz-Scharmbeck Von: Ulla Ingenhoven
Unterhaltsame Mischung aus Literatur und Melodien

„Musik ist so groß“

Der Schauspieler Harald Maack und der Pianist des Bremer Kaffeehausorchesters, Johannes Grundhoff, sind zu Gast im Osterholz-Scharmbecker Rathaus.

Um 16 Uhr wird das Duo auftreten, zuvor jedoch können sich die Besucher mit Kaffee, Tee, Kaltgetränken und Kuchen ab 15 Uhr im Foyer des Rathauses auf das kulturelle Event einstimmen. Darauf machte Susanne Stelljes, Kulturbeauftragte der Stadt, in einem Pressegespräch, an dem Harald Maack und Johannes Grundhoff teilnahmen, aufmerksam. „Die Gäste können sich an Stehtischen aufhalten." Auch Gespräche mit den Künstlern seien dabei möglich.

Das Besondere an dem Programm ist, dass der Schauspieler Harald Maack, der in der Kreisstadt lebt, aus dem von Elke Heidenreich herausgegebenen Buch „Ein Traum von Musik" liest und der Pianist Johannes Grundhoff entsprechende Lieder dazu spielt. Die Sammlung der Schriftstellerin Heidenreich enthält 46 Liebeserklärungen an die Musik. Zu Wort kommen unterschiedlichste prominente Persönlichkeiten. Da beschreibt ein noch völlig unbekannter Udo Jürgens, wie er auf einer Amerikareise verzweifelt um eine Eintrittskarte für ein Sammy-Davis-jr-Konzert kämpft, oder wie der Sänger Reinhard Mey durch stundenlanges, intensives Radiohören an einem Grundig-Mittel- und Langwellen-Superheterodynempfänger Mozart und Duke Ellington lieben lernte. Jan Weiler berichtet, wie er seinen Vater des Hüstelns bei einem Vladimir-Horowitz-Konzert überführte. Zu all diesen Geschichten wird Johannes Grundhoff bekannte Musik darbieten. Das Publikum kann also sehr gespannt sein, was es da zu hören bekommt, nämlich eine musikalische Bandbreite von Mozart und Brahms über Duke Ellington, Lionel Hampton, Dave Brubeck, den Beatles bis Reinhard Mey. Sogar von den Rolling Stones wird etwas dabei sein, denn Harald Maack hat sich auch schon kleine Zettelchen in die dicke Biografie von Keith Richards gelegt. Harald Maack hat sich die nette Geschichte vorgemerkt, wie der Gitarrist und das Gründungsmitglied der Stones von seinem Onkel in eine Musikalienhandlung geleitet wird und dabei dem Geruch einer akustischen Gitarre nach Holz und Leim verfällt.

Wie es überhaupt zu dieser Kombination aus Poesie und Musik kam und wie daraus dann das Programm entstand, erzählte Harald Maack. Demnach haben er und seine Frau die Veranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Bremer Kaffeehausorchesters in der Glocke besucht. Hier trafen sie auch Elke Heidenreich, die für jedes Instrument eine Geschichte vortrug. An diesem Abend lernten sich Johannes Grundhoff, Elke Heidenreich und Harald Maack kennen und kamen dann auf die Idee, Musik und Literatur zu verbinden.

Jeder, der Musik mag, für den sei dieser Nachmittag genau das Richtige, sagte Susanne Stelljes. Und Johannes Grundhoff ergänzte: „Es geht nicht um die Künstler als Person, sondern um die Musik." Die vorgetragenen Texte und die Melodien beflügelten sich gegenseitig. „Das wird nicht langweilig", versprach er. Und jeder kann das wohl unterschreiben, wenn er sagt: „Musik ist so groß."

Karten für „Die Liebe zur Musik" gibt es ab sofort bei der Stadt, Telefon 04791 / 17256, und in der Buchhandlung „die schatulle", Telefon 04791 / 8585.