06.07.2018 Freißenbüttel Von: Janine Girth
Das Burning Q Festival 2018 steht schon in den Startlöchern

Wenn ein Dorf für Metal „brennt“

Man nehme handgemachten Metal, Leidenschaft, Engagement und Liebe zur Musik.

Noch ist es ruhig auf der Wiese mitten im kleinen Dörfchen Freißenbüttel, doch schon in wenigen Wochen, genau gesagt am letzten Juliwochenende, brennt dort nicht die Kuh, sondern das große Q. Das Burning Q Festival - das erste Metalfestival im Landkreis Osterholz - zieht seit 2011 immer mehr Freunde der etwas härteren Musik an und ist ein Highlight in Freißenbüttel, wie die Veranstalter wissen. „Unser ältester Besucher ist über 80, selbst Freißenbütteler und freut sich immer, das da im Dorf ordentlich was abgeht", berichtet Mario Winter, Vereinsvorsitzender von Burning Q Project e.V., ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der musikalischen Kunst, vor allem im Bereich von Metal und Rock Musik in Norddeutschland. 2010 gegründet, bietet der Verein vor allem jungen Nachwuchsbands eine gute Plattform, um ihre Bühnenshows vor einem überschaubaren, aber doch stetig wachsenden Publikum zu präsentieren.

Die Geschichte dahinter ist simpel, wie Nina Winter, ebenfalls im Vorstand, berichtet. „Wir waren mit ein paar Leuten damals in Wacken und haben festgestellt, das ist einfach zu groß und man muss so weit laufen zwischen Campingzelt und Festgelände. Freißenbüttel ist dagegen viel kleiner, aber für unser Projekt genau richtig", sagt sie weiter. Treibende Kraft bei der Geburt des Metalfestivals war und ist bis heut noch Mario Winter, der damals den Verein gründete und dann 2011 mit dem ersten Burning Q Festival vor etwa 300 begeisterten Musikfans an den Start ging. Natürlich organisierte das alles nicht nur Mario allein, dazu gehörten von Anfang an viele freiwillige Helfer und die werden von Jahr zu Jahr mehr. „Wir haben immer über 50 Freiwillige, das ist außergewöhnlich toll und ohne sie würde es nicht funktionieren", bekräftigt Mario Winter. „Wir alle machen das ehrenamtlich, aber immer wieder gern und mit viel Einsatz, jeder Einzelne. Auch das ganze Dorf unterstützt uns und das finden wir mega schön. Die Leute hier identifizieren sich schon mit dem Festival, lokale Betriebe und Unternehmen sowie Kooperationspartner und Sponsoren sind fest und verlässlich an unserer Seite und helfen mit", so Winter.

„Wenn ab Mittwoch vorm Festival dann aufgebaut wird, reisen die Helfer aus der ganzen Republik, zum Beispiel aus Bayern, Hamburg, Wuppertal oder auch Aurich an", weiß Winter. „Und das alles für lau, um einfach bei uns dabei zu sein."

Aber nicht nur die familiäre Atmosphäre unter den Organisatoren, Helfern und Musikern rühre das Herz der Festivalmacher, auch die Tatsache, dass immer wieder Bands, die auf dem Burning Q gespielt haben, später auch auf großen Festivals, wie dem Hurricane oder in Wacken spielen. „Uns ist wichtig, dem Nachwuchs in der Szene Chancen zu geben. Wenn sie dran bleiben und wir sie auf den ganz großen Bühnen wiedersehen, dann erfüllt uns das schon mit Stolz und gibt Ansporn weiterzumachen", erläutert Mario Winter. Sogar Plattenverträge wurden schon mit einigen Bands des Burning Q geschlossen. „Das ist ein so schöner Erfolg für die jungen Künstler, das muss man unterstützen.

Natürlich hoffen die Veranstalter auch 2018 auf guten Ticketverkauf, im letzten Jahr feierten etwa 500 Fans auf dem Festgelände in Freißenbüttel. „Alles was über 500 Leute geht, wäre schon echt super, maximal 999 Leute könnten aber dabei sein. Viele Gruppen sind gewachsen, die kamen erst mit zwei Leuten, dann waren es fünf, beim nächsten Mal dreizehn. So muss das sein. Das Festival ausverkauft zu bekommen, ist unser Ziel."

Den Gästen wolle der Verein Burning Q Project auch diesmal wieder ein lohnenswertes Programm bieten, neben Altbewährtem auch Neuerungen. „Wir haben bei der Lichtshow noch zugelegt, es gibt einen Eisstand, Mittelalterstände, Crêpes, Pommes, Cocktails und Bier, einen Merchandising-Stand und am Samstag von 11.30 Uhr bis 13 Uhr gibt es diesmal auch Metal-Yoga im Zelt", zählt Nina Winter nur einige Dinge auf, auf die sich die Fans freuen dürfen. „Selbstverständlich brennt am Samstagabend bei Dunkelheit auch wieder unser 2,50 m großes Q - eine Metallkonstruktion, die dem Name des Festivals dann während der Feuershow noch optisch Ausdruck verleiht", so Nina Winter.

Etwas fürs Auge bieten, wolle man aber sowieso, denn die Bands seien allein ja schon ein Hingucker. Hier könne man mittlerweile aus Hunderten von Bewerbungen auswählen und dabei seien musikalische Bewerber aus Holland, Dänemark oder auch Frankreich längst keine Seltenheit mehr. So auch die Band „I´ll be Damned" aus Dänemark, die schon Supportband bei Metallica war und 2018 auf dem Burning Q zu hören ist. Aber auch die Bands aus Deutschland stünden hoch im Kurs. So sei beispielsweise „Dust Bolt" der Samstagsheadliner auf der Festivalbühne, deren Auftritt beim Burning Q, neben deren Auftritt beim Wacken Open Air, die einzige Festivalshow dieses Jahr in Deutschland sei. Und zudem solle auch nicht alles gleich klingen, schließlich gebe es 54 Arten von Metal, weshalb das Orgateam immer eine gute Mischung aussuche. Während des gesamten Konzertwochenendes trete immer abwechselnd auf Zelt- und Festivalbühne eine Band auf, Beginn werde am Freitag um 19 Uhr sein, ab 18 Uhr öffne bereits das Festivalgelände. Für die ersten 200 Besucher, die sich ihr Wochenendbändchen abholen, stehe am Einlass ein Geschenk bereit, verrät Mario Winter schon jetzt. Der Ticketverkauf sei bereits in vollem Gange und wer sich sein Ticket noch sichern möchte, könne dies für 29 Euro im Vorverkauf tun unter www.ticketticker.de, im Musicland OHZ, im Vereinsheim Freißenbüttel, bei Hot Shot Records Bremen, bei Mitgliedern des Burning Q Projects oder auf der Internetseite www.burningq.de, wo sich dann auch alle Informationen zum gesamten Festival sowie zu Anfahrt, Campingplatz und allen Bands finden. Wem das nicht genügt, der kann Neuigkeiten auch bei Instagram und bei Facebook abgreifen und den nigelnagelneuen Trailer zum Festival anschauen. Einfach den QR-Code scannen und schon vorab ins Liveerlebnis eintauchen.